Newsletter Juli 2026
Von der Reform zur Umsetzung
Die Bundesregierung setzt neue Impulse für den Wohnungsbau. Welche Auswirkungen die Beschlüsse des Koalitionsausschusses haben, welche Signale aus Baden-Württemberg kommen und warum jetzt die Erfahrungen aus der Praxis entscheidend sind.

Ausgabe vom
07. Jul 2026
Die Diskussion über die Zukunft des Bauens hat in den vergangenen Monaten spürbar an Dynamik gewonnen. Mit den Beschlüssen des Koalitionsausschusses, neuen Initiativen der Länder und weiteren Reformvorhaben werden derzeit wichtige Voraussetzungen geschaffen, um Planungs- und Genehmigungsprozesse zu vereinfachen und den Wohnungsbau zu beschleunigen. Nun beginnt die entscheidende Phase: die Umsetzung.
Die Beiträge dieses Newsletters greifen diese Entwicklung aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Wir ordnen die aktuellen Beschlüsse der Bundesregierung ein und berichten über unsere Gespräche mit der neuen Landesregierung in Baden-Württemberg. Beide Beispiele zeigen, dass Bund und Länder zunehmend gemeinsam daran arbeiten, die Rahmenbedingungen für schnelleres, einfacheres und nachhaltigeres Bauen weiterzuentwickeln.
Wie diese Veränderungen in der Praxis aussehen können, verdeutlicht das Interview mit Timber Homes. Das Unternehmen zeigt, welche Potenziale industrielle Vorfertigung, Holzmodulbau und durchgängige Prozessketten für Qualität, Effizienz und bezahlbares Bauen eröffnen. Gleichzeitig möchten wir mit unserer Praxisumfrage zum Bau-Turbo erfahren, wie die neuen Instrumente in Kommunen und Projekten tatsächlich angewendet werden und wo weiterer Handlungsbedarf besteht.
Ein zentraler Termin wird unsere 5. Parlamentarische Fachtagung „BAUEN.NEXT: Zukunft gestalten, Realität beschleunigen“ am 7. September 2026 in Berlin sein. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Wohnungswirtschaft und Baupraxis möchten wir darüber diskutieren, wie sich die aktuellen Reformen erfolgreich in die Praxis überführen lassen. Ich freue mich, wenn wir Sie dort persönlich begrüßen dürfen.
Ich wünsche Ihnen eine informative Lektüre.
Ihre
Sun Jensch
Praxisumfrage zum Bau-Turbo: Ihre Erfahrungen sind gefragt
Seit November 2025 ist der Bau-Turbo (§ 246e BauGB) in Kraft; entscheidend ist nun, wie das Instrument in Kommunen und konkreten Projekten angewendet wird. In einer kurzen, von der gif Gesellschaft unterstützten Praxisumfrage erfassen wir Erfahrungen aus Genehmigungsbehörden, Gemeinden und Projektträgern: Wo wird der Bau-Turbo bereits genutzt, welche Hürden bremsen die Anwendung und welche Kommunen zeigen gute Ansätze? Wir freuen uns über Ihre Teilnahme und Ihre Einschätzung aus der Praxis.
Bringen die Beschlüsse des Koalitionsausschusses die erhoffte Dynamik in den Wohnungsbau?
Kurz vor der Sommerpause hat der Koalitionsausschuss der Bundesregierung ein umfangreiches Reformpaket beschlossen. Im Mittelpunkt der öffentlichen Diskussion stehen verständlicherweise die Rentenreform, steuerliche Entlastungen und Änderungen im Arbeitsrecht. Weniger Aufmerksamkeit erhalten dagegen einige Beschlüsse, die für das Planen und Bauen von erheblicher Bedeutung sein können. Umso wichtiger erscheint es, gerade auf diese Reformansätze einen genaueren Blick zu werfen.
Die jetzt geplanten Änderungen greifen erstmals an mehreren Stellen ineinander. Darin liegt ihre eigentliche Bedeutung. Die Bundesregierung will das serielle und modulare Bauen stärken, Genehmigungsverfahren beschleunigen, Berichts- und Dokumentationspflichten abbauen und die Finanzierung des Wohnungsbaus verbessern. Das Besondere ist die Kombination dieser Maßnahmen. Daraus entsteht eine neue Dynamik. Jede einzelne Maßnahme setzt bereits für sich genommen ein wichtiges Signal. In ihrem Zusammenspiel können sie den lange erwarteten Schub für den Wohnungsbau auslösen.
Für uns als KOALITION für HOLZBAU besitzt insbesondere das klare Bekenntnis zum seriellen und modularen Bauen große Bedeutung. Wir betonen seit vielen Jahren, dass serielles und modulares Bauen weit mehr ist als eine Methode zur Beschleunigung von Bauprozessen. Unsere Partnerunternehmen legen tagtäglich den Beweis vor, dass gerade diese Bauweise die Voraussetzung dafür schafft, industrielle Vorfertigung, digitale Planung und innovative Baustoffe im großen Maßstab zusammenzuführen. Genau hier liegen die besonderen Stärken des modernen Holz- und Holzhybridbaus. Wir freuen uns, dass sich zahlreiche Impulse, für die sich die KOALITION für HOLZBAU seit Jahren einsetzt, nun auch in den wohnungspolitischen Reformen der Bundesregierung wiederfinden.
Ein Blick auf die zahlreichen Projekte unserer Partnerunternehmen bestätigt diese Entwicklung eindrucksvoll. Tagtäglich zeigt sich in der Praxis, welche Potenziale der moderne Holz- und Holzhybridbau eröffnet. Kurze Bauzeiten, hohe Präzision in der Fertigung, ressourcenschonende Bauprozesse und eine überzeugende CO₂-Bilanz sind längst keine theoretischen Vorteile mehr, sondern gelebte Realität auf Baustellen in ganz Deutschland. Daher begrüßen wir den Schritt der Bundesregierung ausdrücklich. Mit der Stärkung des seriellen und modularen Bauens wird jetzt die Grundlage dafür geschaffen, dass sich nachhaltige und industriell gefertigte Bauverfahren künftig im großen Maßstab durchsetzen können.
Ebenso wichtig erscheint uns die Richtung, die der Koalitionsausschuss beim Bürokratieabbau einschlägt. Genehmigungsfiktionen, die Reduzierung von Berichts- und Dokumentationspflichten sowie schnellere Verfahren zeigen, dass sich in der politischen Diskussion ein Perspektivwechsel vollzieht. Innovation entsteht nicht allein durch neue Technologien. Sie braucht ebenso ein regulatorisches Umfeld, das Planung, Investitionen und Umsetzung ermöglicht.
Ob daraus tatsächlich ein Modernisierungsschub entsteht, wird sich in den kommenden Monaten zeigen. Die angekündigten Maßnahmen müssen nun zügig gesetzlich umgesetzt und in der Praxis konsequent angewendet werden. Gelingt das, könnte dieses Reformpaket den Beginn einer Entwicklung markieren, die den Wohnungsbau in Deutschland dauerhaft schneller, effizienter und innovationsfreundlicher macht.
Baden-Württemberg sendet ein wichtiges Signal
Kurz nach Beginn der neuen Regierungskoalition in Baden-Württemberg war die KOALITION für HOLZBAU zu ihrem politischen Antrittsbesuch in Stuttgart. Im Mittelpunkt der Gespräche mit der Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Theresa Schopper, sowie mit Abgeordneten des Ausschusses für Landesentwicklung und Wohnen stand eine zentrale Frage: Wie kann schneller, einfacher und zugleich nachhaltiger gebaut werden?
Vorweg gilt es, eines festzuhalten: Der Koalitionsvertrag in Baden-Württemberg trägt insbesondere deswegen einen Innovationscharakter in sich, als er auf vielen Ebenen neue Herangehensweisen anbietet. Damit setzt sich der Koalitionsvertrag zwischen Bündnis 90/Die Grünen und der CDU deutlich von vielen anderen, auch neueren Landeskoalitionsverträgen ab – wir werden beobachten, inwieweit Baden-Württemberg damit auch für andere Länder Vorbildcharakter entwickeln wird.
Und damit zu einem kompakten Rückblick auf die intensiven Gespräche in Stuttgart. Da wurde nämlich rasch deutlich, dass sich der politische Schwerpunkt zunehmend verschiebt. Während der Bund mit Bauturbo, Gebäudetyp E oder der Baugesetzbuchnovelle die rechtlichen Leitplanken setzt, entscheiden die Länder immer stärker darüber, wie diese Spielräume in der Praxis genutzt werden. Genau dort entstehen derzeit viele der Innovationen, die für schnelleres und bezahlbares Bauen entscheidend sein werden.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen drei Themen.
Erstens: Entbürokratisierung. Der geplante BW-Standard, das Belastungsmoratorium und weitere Vereinfachungen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Genehmigungsverfahren sollen einfacher, schneller und verlässlicher werden. Gerade für serielle, modulare und moderne Holzbauweisen ist das von zentraler Bedeutung. Innovative Projekte sind häufig mit langwierigen und komplexen Genehmigungsprozessen verbunden. Baden-Württemberg kann dabei auf wertvolle Erfahrungen anderer Bundesländer aufbauen. Mit dem Hamburg-Standard, den Vereinfachungen in Berlin und weiteren Länderinitiativen liegen bereits zahlreiche Ansätze vor, die in einen praxistauglichen BW-Standard einfließen können. So kann ein wirkungsvoller Impuls für den gesamten Wohnungsbau entstehen.
Zweitens: Finanzierung. Bezahlbarer Wohnungsbau braucht tragfähige Finanzierungsinstrumente. Landesbürgschaften für sozial gebundenen Wohnraum, neue Ansätze zur Berücksichtigung von Lebenszyklus- und CO₂-Betrachtungen sowie weitere Finanzierungsmodelle zeigen, dass Baden-Württemberg diesen Hebel stärker in den Blick nimmt. Am Ende wird sich der Erfolg daran messen lassen, wie viele Projekte tatsächlich realisiert werden und wie viele zusätzliche Wohnungen entstehen.
Drittens: Nachhaltigkeit praxistauglich gestalten. Nachwachsende und recyclingfähige Baustoffe, Kreislaufwirtschaft und CO₂-basierte Lebenszyklusbetrachtungen gehören inzwischen selbstverständlich zur baupolitischen Diskussion. Entscheidend wird sein, diese Ansätze einfach, praxisnah und wirtschaftlich tragfähig umzusetzen. So können Innovation, Klimaschutz und bezahlbares Bauen gemeinsam vorangebracht werden.
Ein weiterer Schwerpunkt der Gespräche war die Qualifizierung aller am Bau Beteiligten. Neue Bauweisen, digitale Verfahren und veränderte Genehmigungsprozesse verlangen zusätzliches Wissen – in Planungsbüros ebenso wie in Bauunternehmen und Genehmigungsbehörden. Gerade im modernen Holzbau bestehen hier weiterhin erhebliche Potenziale. Wer Genehmigungsverfahren beschleunigen und innovative Bauweisen etablieren möchte, sollte deshalb auch die Qualifizierung konsequent weiterentwickeln.
Unser Eindruck aus Stuttgart ist eindeutig: Baden-Württemberg hat einen Koalitionsvertrag vorgelegt, der wichtige Impulse für schnelleres, einfacheres und nachhaltigeres Bauen setzt. Gleichzeitig zeigen aktuelle Koalitionsvereinbarungen in weiteren Bundesländern, dass sich diese Entwicklung zunehmend verstetigt. Für die KOALITION für HOLZBAU ist das eine erfreuliche Perspektive. Im Mittelpunkt der Debatte stehen heute die Umsetzung innovativer Bauweisen, praxistaugliche Genehmigungsprozesse und die Frage, wie nachhaltiges Bauen schneller in die Fläche gebracht werden kann.
„Wir kommen nicht vom Container, sondern vom Gebäude“
Josef Huber und Robert Decker, Geschäftsführer von Timber Homes
Ein Gespräch mit Josef Huber und Robert Decker, Geschäftsführer von Timber Homes, über hochwertigen Holzmodulbau, industrielle Vorfertigung und die Zukunft des Bauens.
Timber Homes ist ein Joint Venture von Huber & Sohnund der Decker Group. Was war der Grundgedanke dieser Zusammenarbeit?
Robert Decker: Timber Homes verbindet zwei Kompetenzen, die im Markt häufig getrennt betrachtet werden: den hochwertigen Holzbau und die Projektentwicklung beziehungsweise schlüsselfertige Realisierung. Unser Ziel war von Anfang an, möglichst viele Arbeitsschritte von der Baustelle in die Vorfertigung zu verlagern. Je mehr im Werk vorbereitet wird, desto weniger Komplexität entsteht später auf der Baustelle.
Herr Huber, wie ist diese industrielle Fertigung bei Timber Homes organisiert?
Josef Huber: Wir haben 2018 zunächst sehr pragmatisch begonnen, weil es keine geeigneten Hallen für den Modulbau gab. Inzwischen fertigen wir in Dorfen in einem modernen Produktionsumfeld mit knapp 5.000 Quadratmetern Fläche. Dort können die Module getaktet durch die Produktion laufen. Gleichzeitig bringen wir als Huber & Sohn unsere bestehenden Werke ein, in denen Wand-, Decken- und Dachbauteile sowie Abbund- und CNC-Bearbeitung stattfinden. Diese Bauteile liefern wir just in time nach Dorfen. Die Badmodule kommen wiederum aus dem Umfeld der Decker Group direkt nebenan. Das ist ein großer Vorteil, weil die Wege kurz sind und die Prozesse eng ineinandergreifen.
Es gibt inzwischen verschiedene Anbieter im Modulbau. Wo sehen Sie den Unterschied bei Timber Homes?
Robert Decker: Wir kommen nicht vom Container, sondern vom Gebäude. Das ist für uns ein entscheidender Unterschied. Unser Hintergrund liegt im hochwertigen Wohnungsbau, im Holzbau und im schlüsselfertigen Bauen. Deshalb denken wir von Anfang an in Gebäuden, nicht in einzelnen Boxen. Interessant wird es für uns gerade dort, wo Schallschutz, Brandschutz, Statik und architektonische Qualität zusammenkommen.
Josef Huber: Ein gutes Beispiel sind die Bäder. Wir arbeiten mit hochwertigen Badmodulen, unter anderem mit Großkeramik. Das ist nicht nur eine Frage der Optik, sondern auch der technischen Sicherheit. Gerade im Holzbau müssen solche Details sehr sorgfältig geplant und ausgeführt werden. Diese Verbindung aus hochwertigem Badmodul und Holzraummodul ist eine unserer Stärken.
Sie arbeiten nicht ausschließlich mit dreidimensionalen Raummodulen, sondern kombinieren diese auch mit zweidimensionalen Bauteilen. Warum ist das wichtig?
Josef Huber: Nicht jedes Gebäude ist vollständig modultauglich. Manchmal ist es wirtschaftlicher und technisch sinnvoller, bestimmte Bereiche in 2D-Bauweise zu realisieren – also mit vorgefertigten Wand-, Decken- oder Dachelementen. Gerade bei größeren Spannweiten oder besonderen Grundrissen kann diese Kombination entscheidend sein. Unsere Erfahrung im Holzbau, auch in den Gebäudeklassen 4 und 5, hilft uns dabei sehr. Wir beschränken uns nicht auf einfache zwei- oder dreigeschossige Gebäude, sondern gehen bewusst in komplexere Projekte.
Foto: StudioOlafBecker
Ein großes Thema im Bauwesen ist der Fachkräftemangel. Welche Rolle spielt industrielle Vorfertigung dabei?
Josef Huber: Die Verlagerung von Arbeitsschritten ins Werk ist aus meiner Sicht eine wichtige Antwort auf den demografischen Wandel. Der Fachkräftemangel wird sich gerade im Bauwesen weiter verschärfen. Wenn wir mehr Arbeit in kontrollierte Produktionsumgebungen bringen, können wir Prozesse besser organisieren, Qualität sichern und Menschen länger in produktive Arbeit einbinden. Das gilt für Fenster, Fassaden, Haustechnik, Bodenaufbauten, Malerarbeiten oder auch Möblierung. Je mehr davon im Werk vorbereitet wird, desto stärker entlasten wir die Baustelle.
Robert Decker: Hinzu kommt, dass industrielle Fertigung künftig noch stärker von Automatisierung, KI und Robotik profitieren wird. Wenn man sieht, wie viele Menschen in den nächsten Jahren in Rente gehen und wie wenige Fachkräfte nachkommen, muss man ehrlich sagen: Das Bauen wird sich verändern müssen. Eine serielle Fertigung im Werk ist für solche Entwicklungen viel besser geeignet als eine hochkomplexe Baustelle unter wechselnden Bedingungen.
Das berührt auch die Frage, wie bezahlbares Bauen künftig überhaupt noch funktionieren kann.
Robert Decker: Wenn wir Wohnen wirklich bezahlbar machen wollen, müssen wir uns von der Vorstellung lösen, jedes Gebäude vollständig individuell zu entwickeln. Der industrielle Ansatz muss deutlich mehr Gewicht bekommen. Das heißt nicht, dass Architektur beliebig oder eintönig wird. Es heißt, dass wir wiederholbare Prozesse, höhere Vorfertigung und verlässliche Qualität brauchen.
Josef Huber: Holz-und Modulbau können dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Sie ermöglichen schnelles, präzises und nachhaltiges Bauen. Gerade in Kombination mit 2D-Elementen, hochwertigen Raummodulen und durchdachter Haustechnik entsteht ein Ansatz, der sowohl wirtschaftlich als auch qualitativ überzeugt.
Sie sind nun Partner der Koalition für Holzbau. Was erwarten Sie von der Zusammenarbeit?
Josef Huber: Timber Homes ist ein junges Unternehmen, auch wenn die beteiligten Unternehmen selbst viel Erfahrung mitbringen. Von der Koalition für Holzbau erwarten wir, dass sie die verschiedenen Facetten des Holzbaus stärker sichtbar macht – in Berlin, bei der Politik, bei Entscheidern und in den Verwaltungen. Der Holzbau braucht Sichtbarkeit und eine Stimme, die das Thema kontinuierlich nach vorne bringt.
Robert Decker: Für mich geht es auch darum, die Interessen des Holzbaus besser zu formulieren. Die CO₂-Wirkung des Bauens wird noch immer nicht richtig abgebildet. Beton, Stahl und Ziegel verursachen erhebliche Emissionen. Holz dagegen speichert CO₂ im Gebäude. Aus meiner Sicht müsste sich das stärker in einer angemessenen CO₂-Bepreisung und in Zertifikaten widerspiegeln. Wer CO₂ emittiert, sollte dafür zahlen. Wer CO₂ speichert, sollte dafür auch einen Wert erhalten.
Welche Expertise bringen Sie in die Koalition ein?
Josef Huber: Wir bringen die Perspektive eines jungen, innovativen Unternehmens ein, das aber auf sehr viel Erfahrung im Holzbau, in der Vorfertigung und in der Umsetzung komplexer Projekte zurückgreifen kann. Wir verstehen ein Netzwerk auch so, dass man Erfahrungen teilt und Projekte zeigt.
Robert Decker: Wir bringen vor allem konkrete Projekte ein. Siemens baut ein neues Headquarter am Starnberger See, für das wir Module liefern dürfen. In Biberach haben wir ein Schülerwohnheim fertiggestellt, das aus unserer Sicht ein sehr gutes Beispiel für hochwertigen Holz- und Modulbau ist. Solche Projekte helfen, Vorbehalte abzubauen. Serielles und modulares Bauen wird noch immer manchmal mit einfachen Lösungen verwechselt. Wir möchten zeigen, dass Holzmodulbau architektonisch anspruchsvoll, dauerhaft und hochwertig sein kann.
Jetzt anmelden: 5. Parlamentarische Fachtagung der KOALITION für HOLZBAU
Wie bauen wir schneller, klüger und klimaneutral? Diese Frage steht im Mittelpunkt unserer 5. Parlamentarischen Fachtagung am 7. September 2026 im Kronprinzenpalais in Berlin.
Unter dem Titel BAUEN.NEXT: Zukunft gestalten, Realität beschleunigen bringen wir Politik, Wohnungswirtschaft, Projektentwicklung, Baupraxis und Wissenschaft zusammen. Mit dabei sind u. a. Landesministerin Ina Scharrenbach MdL, Senator Christian Gaebler, Wolfgang Kubicki (Bundesvorsitzender der FDP), Dorothee Martin, Hendrik Bollmann MdB, Bettina Hagedorn MdB, Michael Kießling MdB, Jörg Franzen, Robert Grüneis, Prof. Dr. Katharina Kleinschrot und Eva Weiß.
Im Fokus stehen die großen Fragen der aktuellen Baupolitik: Wie kommt der Bau-Turbo in der Praxis an? Was verändert die BauGB-Novelle? Welche Rolle spielen Kreislaufwirtschaft, CO₂-Zertifikate und Wirtschaftlichkeit für innovatives Bauen?
Wir freuen uns auf einen intensiven Austausch in Berlin und laden Sie herzlich ein, Teil der Diskussion zu werden.
Hier gelangen Sie zur Anmeldung.
Auch Aussteller können Teil der Fachtagung werden: Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Lösungen im Umfeld von Politik, Wohnungswirtschaft, Planung und Baupraxis zu präsentieren. Weitere Informationen zu den Aussteller- und Sponsorenpaketen finden Sie im Aussteller-Booklet.





